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Biographie

von Thomas Campolongo
Ob Electronic Folk, Nu Soul oder Chamber Pop:
Das musikalische Universum von Anna Känzig kennt keine Grenzen.

Das verwundert nicht weiter, wuchs die in Zürich geborene Singer-Songwriterin doch in einem höchst musikalischen Umfeld auf - ihr Onkel ist etwa der bekannte Schweizer Jazzmusiker Heiri Känzig - und kam auch dank der hervorragend kuratierten Plattensammlung ihrer kreativen Eltern bereits in jungen Jahren in Berührung mit der wichtigsten und stilprägendsten Musik aus allen Stilrichtungen. Schon früh fand Anna deshalb ihre Berufung, die sie später zu ihrem Beruf machen durfte.
Im zarten Alter von fünf Jahren begann sie, Gitarre zu spielen. Bass und Klavier folgten, Gesang sowieso. Ihre einprägsame und ausdrucksvolle Stimme entwickelte sie nach der Matur an der Kantonsschule Stadelhofen Zürich in der Jazz-Abteilung der Zürcher Hochschule der Künste weiter. Bachelor, Master und der darauffolgende Förderpreis waren der Initialstart für ihre Karriere: So durfte sie 2009 am renommierten Montreux Jazz Festival auftreten, obwohl sie noch gar kein Album in ihrem Repertoire hatte.
Ihr erstes und ihr zweites Album, noch dem Unplugged-Folk verpflichtet, erschienen 2011 respektive 2013, waren Independent-Achtungserfolge und machten ein breiteres Publikum auf ihre Musik aufmerksam. Und auch die A&R Leute des Major-Labels Sony Music, die ihren dritten Longplayer "Sound and Fury" lancierten, der gleichzeitig einen Richtungswechsel zum Electronic Pop bedeutete und 2016 Platz 7 in den Schweizer Albumcharts erreichte.

Ausgedehnte und erfolgreiche Tourneen folgten. Das vierte Album von Anna Känzig, von Anna und ihrem Drummer Django Hodosy geschrieben und von London Grammar Producer Roy Kerr arrangiert, wird derzeit in London aufgenommen und erscheint voraussichtlich im Frühjahr 2019.

Einen ersten Eindruck des wohl bislang persönlichsten Werks der sympathischen 33-jährigen Musikerin mit der natürlichen Ausstrahlung vermittelt die neue Single "Dream Alone" - ein melodiöser Popsong, getragen von Annas unverwechselbarer Stimme und jetzt schon ein unbestrittener Anwärter auf eine hohe Chartplatzierung.

DREAM ALONE

von Thomas Campolongo
Die Melodie fliesst, die Stimme schwebt. "Dream Alone" - die neue Single von Anna Känzig - betört alle traumwandlerischen Sinne. Der erste Vorbote des lange erwarteten, nächsten Albums der jungen Singer-Songwriterin schleicht sich - Nomen est omen - wie ein Traum ins Unterbewusstsein seiner Hörerinnen und Hörer.

Ist es Dream Pop? Ist es Chamber Pop? Wenn Anna singt: "I wake up and you were gone / Feel the cold inside / Like a rider in the storm / Fading in the night / We dream alone / Oh we dream alone", dann bringt sie intim wie noch nie ihre persönlichsten Gefühle zum stimmlichen Ausdruck; unterstützt und getragen von einer starken Melodie, die sich sofort einprägt.
"Dream Alone" ist ein Ohrwurm, wie ihn etwa internationale Acts wie Florence & The Machine oder Lana del Rey kaum schöner intonieren könnten. Traumhaft eben. Geschrieben von Anna und ihrem Drummer Django Hodosy und aufgenommen von London Grammar Producer Roy Kerr in den legendären Londoner RAK Studios, in dem schon Stars wie Paul McCartney, Bryan Ferry oder Liam Gallagher ihre Alben aufnahmen.

"Dream Alone" ist sweet & sour zugleich und Anna Känzigs in sich geschlossenstes und gleichzeitig offenstes Werk bislang. Oder schlichtweg ein Traum von einem Popsong.

Photos

von Lukas Maeder
Styling Alexandra Kruse
Hair&MakeUp Bianca Castillo
Artwork Pascal Alexander